Entwicklung meiner Felsen-Kirsche (Prunus mahaleb)

Entwicklung meiner Felsen-Kirsche (Prunus mahaleb)


Am Waldrand, auf einer Wiese entdecken wir den ausgeprägten Baum von einer Höhe von ca. 80cm.
Beim Ausgraben mussten wir  den Baum im Wurzelwerk trennen.
Leider hatte mein „Baumanteil“ nicht genug Wurzeln und trotz massiven Rückschnitts leider das nächste Jahr nicht überstanden.
Der andere „Teil“ hatte die bessere Ausgangslage und wurde das nächste Jahr von meinem Freund Josef bestens gepflegt, ohne das eine richtige Grundgestaltung durchgeführt wurde.
Seit  Ende 2014 habe ich den Baum und zu Anfang war ich mir nicht ganz sicher in welche Richtung die Grundgestaltung gehen sollte. Denn vor allem sollte die Baumstruktur mit der alten Rinde möglichst erhalten bleiben.
Eine weitere Herausforderung war die ungleiche Aufteilung der Äste und die älteren, dicken Äste im Kronenbereich.
Somit zog sich der Entscheidungsprozess länger hin. Meine Vorstellungen wurden dann durch ein Foto aus dem Internet untermauert und so begann ich in diesem Frühjahr mit den Vorbereitungen für die Grundgestaltung. (Siehe Bild Nr. 5)
Dabei war auch ein 5 cm Durchmesser großes Wurzelstück im „Wege“ (hierzu siehe diesen Beitrag).
Nach dem Entfernen konnte ich den Baum aber wenigstens in eine flachere Übergangsschale pflanzen.
Bis Juni  hatte er nun Zeit sich von den ersten „Eingriffen“ zu erholen.
Bei der Vorführung unserer diesjährigen Bonsaiausstellung haben ich den rechten großen oberen Ast etwas keilförmig eingesägt und durch sehr starken Bonsaidraht in die richtige Position gebracht. Damit die Schnittstelle wieder zusammen wächst und der Ast die entsprechende Neigung bekommt.
In der letzten Septemberwoche habe ich den selben Eingriff noch einmal, weiter im vorderen Bereich des dicken Astes durchgeführt. Dadurch konnte ich den Ast in die richtige Position bringen und dementsprechend das Gesamtbild zu verbessern.
Genauso habe ich den linken Bereich entsprechend eingekürzt und neu ausgerichtet.
Durch den weiteren Zuwachs, in den ganzen Bereichen, werden die bisherigen Lücken noch geschlossen und entsprechende Feinverzweigung aufgebaut.
Mit entsprechender Düngung kann der Baum im nächsten Jahr ruhig weiterwachsen.
Obwohl es große Schnittstellen sind, können sie vielleicht in zwei Jahren so verholzt sein, dass ich die Spannvorrichtung durch einfaches Drahten ersetzen kann. Dann bekommt der Baum eine passende Bonsaischale.
Entsprechende Bilder folgen in den kommenden Jahren.

Herzliche Grüße aus Hildesheim
Reinhard Witte

 

 

 

 

 

 

 

Oktober 2018

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